Art. 42 Abs. 1 AIG
35 Entscheide zur Interessenabwägung rufen diese Bestimmung an. Sortiert nach Datum, neuester zuerst.
20%der Beschwerden wurden ganz oder teilweise gutgeheissen
Korpusmittel: 26%
VGer ZH VB.2026.00414 · 26.08.2026AbgewiesenEine frühere strafrechtliche Verurteilung wegen qualifizierter Drogendelikte schliesst eine spätere Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung nicht aus; bei einer Neubeurteilung muss die Behörde jedoch eine umfassende Interessenabwägung vornehmen, in der der Zeitablauf seit dem Widerruf in Relation zum nach wie vor bestehenden öffentlichen…VGer ZH VB.2025.00409 · 19.03.2026AbgewiesenDer Widerrufsgrund der längerfristigen Freiheitsstrafe nach Art. 62 Abs. 1 lit. b AIG ist auch bei ausländischen Strafurteilen erfüllt, wenn die Delikte nach schweizerischer Rechtsordnung strafbar wären und für vergleichbare Taten ebenfalls eine überjährige Strafe zu erwarten wäre. Das öffentliche Fernhalteinteresse überwiegt das…VGer ZH VB.2025.00612 · 11.03.2026AbgewiesenDas Vorliegen einer Scheinehe – belegt durch eine aktenkundige Original-Heiratsurkunde, eine gefälschte Scheidungsurkunde und eine während der Ehe weitergeführte Parallelbeziehung mit Vaterschaft eines vierten Kindes – lässt den Aufenthaltsanspruch nach Art. 42 und 50 AIG gestützt auf Art. 51 Abs. 1 lit. a AIG erlöschen; die Wegweisung…VGer ZH VB.2025.00748 · 11.03.2026AbgewiesenEin rechtskräftig weggewiesener Ausländer, der nach seiner Ausweisung weiterhin im Drogenhandel tätig bleibt und seine Ausreiseverpflichtung missachtet, erfüllt die Voraussetzungen für eine Neubeurteilung seines Aufenthaltsbewilligungsgesuchs nicht; das öffentliche Fernhalteinteresse erhöht sich durch fortgesetzte einschlägige…VGer ZH VB.2025.00862 · 25.02.2026AbgewiesenEine Kurzaufenthaltsbewilligung zur Ehevorbereitung setzt voraus, dass mit dem Eheschluss in absehbarer Zeit zu rechnen ist; kann dies nicht angenommen werden, ist der prozedurale Aufenthalt zu verweigern und der Bewilligungsentscheid im Ausland abzuwarten. Die Ausreisepflicht nach Art. 17 Abs. 1 AIG bleibt auch dann bestehen, wenn…VGer ZH VB.2025.00658 · 19.12.2025GutgeheissenEine Kurzaufenthaltsbewilligung zur Vorbereitung der Heirat ist zu erteilen, wenn die Indizien für eine Scheinehe nicht klar und konkret genug sind, um im Rahmen einer summarischen Beurteilung auf rechtsmissbräuchliches Verhalten schliessen zu können. Ein blosser Scheineheverdacht genügt nicht zur Verweigerung der Bewilligung.VGer ZH VB.2025.00567 · 17.12.2025AbgewiesenEine nur vier Tage dauernde eheliche Gemeinschaft in der Schweiz reicht nicht aus, um die Voraussetzungen eines persönlichen Härtefalls nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG zu erfüllen, selbst wenn der Ehegatte kurz nach der Heirat verstorben ist. Die Vermutung eines nachehelichen Härtefalls beim Tod des Ehegatten setzt voraus, dass ein in…VGer ZH VB.2025.00394 · 24.09.2025AbgewiesenEine knapp zweijährige Trennung der Ehegatten ohne substanziierten Nachweis einer tatsächlich gelebten Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft führt zur Verneinung des Aufenthaltsanspruchs; da die Ehegemeinschaft weniger als drei Jahre dauerte, sind die Voraussetzungen des nachehelichen Aufenthaltsanspruchs nach Art. 50 Abs. 1 lit. a…VGer ZH VB.2024.00541 · 11.09.2025AbgewiesenDas Dualismusverbot (Art. 63 Abs. 3 AIG) steht bei der erstmaligen Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung der Berücksichtigung einer Verurteilung zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe nicht entgegen, da es sich nur auf den Widerruf einer bestehenden Bewilligung bezieht. Angesichts wiederholter schwerwiegender Delinquenz und hoher…VGer ZH VB.2025.00431 · 20.08.2025AbgewiesenEin Drittstaatsangehöriger kann aus einer geschiedenen Ehe mit einer Schweizer Bürgerin keinen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 42 Abs. 1 oder Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG ableiten, wenn die Ehe weniger als drei Jahre gedauert hat. Neue Sachverhalte (geplante Eheschliessung, Schwangerschaft), die im…VGer ZH VB.2025.00126 · 01.07.2025AbgewiesenEin neues Bewilligungsgesuch nach rechtskräftiger Ablehnung wegen Scheinehe ist nur materiell zu prüfen, wenn die gesuchstellende Person überzeugend darlegt, dass die Qualität ihrer Beziehung eine entscheidende Wendung genommen hat; blosse Kritik an der Beweiswürdigung der ursprünglichen Verfügung ist dabei unzulässig. Neue Beweismittel…VGer ZH VB.2025.00381 · 24.06.2025AbgewiesenVolljährigen Kindern steht aus Art. 8 EMRK nur dann ein Aufenthaltsanspruch bei ihren Eltern zu, wenn ein besonderes, personenspezifisch ausgerichtetes Abhängigkeitsverhältnis besteht; rein emotionale, spirituelle oder religiöse Bindungen genügen nicht. Die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung für einen 42-jährigen Sohn verletzt…VGer ZH VB.2024.00480 · 02.06.2025Teilweise gutgeheissenEine nacheheliche Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung setzt nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG das Erfüllen der Integrationskriterien gemäss Art. 58a AIG voraus; langjährige Sozialhilfeabhängigkeit schliesst die ausreichende Teilnahme am Wirtschaftsleben aus. Auch der Schutz des Privatlebens nach Art. 8 Abs. 1 EMRK vermag das erhebliche…VGer ZH VB.2025.00205 · 22.05.2025AbgewiesenDer Familiennachzug eines volljährigen brasilianischen Sohnes zu seiner Schweizer Mutter scheitert an der absoluten Altersgrenze von 18 Jahren gemäss Art. 42 Abs. 1 AIG; humanitäre Umstände wie eine schwierige Sicherheitslage im Herkunftsland spielen dabei keine Rolle. Prozessuale Fragen zur Vollmachtspflicht und…BaubewilligungVGer ZH VB.2025.00066 · 02.04.2025AbgewiesenDie Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung eines kolumbianischen Staatsangehörigen nach weniger als drei Jahren Ehegemeinschaft mit einer Schweizer Bürgerin ist rechtmässig, wenn weder ein nachehelicher noch ein persönlicher Härtefall vorliegt. Eine drohende Suizidalität bei Wegweisung begründet für sich allein keinen Anspruch auf…VGer ZH VB.2024.00383 · 27.03.2025AbgewiesenVolljährige Kinder können aus dem Recht auf Familienleben (Art. 8 Abs. 1 EMRK, Art. 13 Abs. 1 BV) nur dann einen Nachzugsanspruch zu ihren in der Schweiz anwesenheitsberechtigten Eltern ableiten, wenn eine personenspezifische Betreuungs- oder Pflegebedürftigkeit nachgewiesen ist, die über eine alters- und krankheitsbedingte…VGer ZH VB.2024.00176 · 27.02.2025AbgewiesenEin Gesuch um Familiennachzug ist rechtsmissbräuchlich im Sinne von Art. 51 Abs. 1 lit. a AIG, wenn es auf einem Schweizer Bürgerrecht beruht, das durch eine Scheinehe erlangt wurde; der Aufenthaltsanspruch nach Art. 42 AIG erlischt in diesem Fall. Die Rechtsmissbräuchlichkeit der Eltern wirkt sich auch auf das Nachzugsverfahren des…VGer ZH VB.2024.00413 · 07.11.2024AbgewiesenEine Aufenthaltsbewilligung erlischt von Gesetzes wegen nach sechsmonatiger nicht gemeldeter Auslandabwesenheit (Art. 61 Abs. 2 AIG) und lebt bei Wiedereinreise nicht einfach wieder auf. Der blosse formelle Fortbestand einer Ehe genügt für einen Familiennachzug nicht; erforderlich ist ein echter, auf Führung der Lebensgemeinschaft…VGer ZH VB.2024.00461 · 16.10.2024AbgewiesenDas Verschweigen einer die eheliche Gemeinschaft konkurrenzierenden Parallelbeziehung sowie eines gemeinsamen Kindes gegenüber der Migrationsbehörde begründet eine Täuschungsabsicht im Sinn von Art. 62 Abs. 1 lit. a AIG und führt zur Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Der auf einer Scheinehe beruhende Verlängerungsanspruch…VGer ZH VB.2023.00645 · 26.09.2024GutgeheissenEine strafrechtliche Verurteilung wegen vorsätzlicher Tötung schliesst die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung nicht dauerhaft aus; nach erheblichem Zeitablauf und nachgewiesenem Wohlverhalten ist eine Neubeurteilung angezeigt, und die Interessenabwägung kann zugunsten des Familiennachzugs ausfallen. Bei bald 20 Jahre zurückliegender…VGer ZH VB.2023.00682 · 26.09.2024Teilweise gutgeheissenBei einer Wiedererwägung nach rechtskräftig festgestellter Scheinehe dürfen die Anforderungen an den Nachweis einer wesentlichen Sachverhaltsänderung nicht leichthin als nicht erfüllt angesehen werden, wenn seit dem ursprünglichen Entscheid über zwölf Jahre vergangen sind. Die Verweigerung einer persönlichen Anhörung der…VGer ZH VB.2024.00231 · 12.09.2024GutgeheissenEine Kurzaufenthaltsbewilligung zur Ehevorbereitung ist zu erteilen, wenn keine klaren und konkreten Indizien für eine Scheinehe vorliegen; im Zweifelsfall überwiegt das Recht auf Ehe. Entscheidend ist allein der Ehewille der Verlobten, nicht deren Motive oder die Qualität ihrer Beziehung.VGer ZH VB.2024.00390 · 04.09.2024AbgewiesenEine über längere Zeit andauernde, auch physisch gepflegte Parallelbeziehung eines Ehegatten erfüllt die Qualität einer die Ehe konkurrenzierenden Beziehung; der Ehewille des untreuen Ehegatten gilt damit als vor Ablauf der Dreijahresfrist erloschen, und die Berufung auf einen nachehelichen Aufenthaltsanspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. a…VGer ZH VB.2024.00213 · 17.07.2024AbgewiesenDie Nichtverlängerung einer Aufenthaltsbewilligung wegen rechtsmissbräuchlicher Scheinehe ist verhältnismässig, auch wenn der Betroffene an Multipler Sklerose leidet, sofern eine hinreichende medizinische Versorgung im Heimatstaat sichergestellt ist und die öffentlichen Interessen an der Steuerung der Zuwanderung die privaten Interessen…VGer ZH VB.2024.00024 · 11.07.2024AbgewiesenWer eine dauerhafte Aufenthaltsbewilligung in einem FZA-Staat nicht zweckkonform nutzt, sondern einzig mit der Absicht erwirbt, danach gestützt auf Art. 42 Abs. 2 AIG in die Schweiz nachgezogen zu werden, macht den Familiennachzugsanspruch rechtsmissbräuchlich geltend. Der Anspruch erlischt in diesem Fall gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. a AIG.VGer ZH VB.2024.00689 · 11.07.2024AbgewiesenEine Kurzaufenthaltsbewilligung zur Ehevorbereitung setzt voraus, dass nach der Heirat der Erhalt einer Aufenthaltsbewilligung klar erscheint; hat die ausländische Person einen Widerrufsgrund nach Art. 63 AIG gesetzt (Verurteilung zu längerfristiger Freiheitsstrafe), überwiegen die privaten Interessen das öffentliche…VGer ZH VB.2024.00264 · 03.07.2024AbgewiesenEin nicht obhutsberechtigter ausländischer Elternteil hat keinen Aufenthaltsanspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG, wenn keine besonders affektive Beziehung zum Kind nachgewiesen werden kann; wiederholte Delinquenz, welche die Kinder verängstigt und den Kontakt dauerhaft unterbrochen hat, schliesst eine solche Beziehung aus. Die…VGer ZH VB.2023.00440 · 16.05.2024Teilweise gutgeheissenNach einer weniger als drei Jahre dauernden Ehegemeinschaft besteht kein nachehelicher Aufenthaltsanspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG, wenn die Wiedereingliederung im Heimatland wirtschaftlich als zumutbar erscheint und keine konkreten besonderen Beeinträchtigungen glaubhaft gemacht werden. Die unentgeltliche Rechtspflege ist zu…VGer ZH VB.2024.00100 · 08.05.2024AbgewiesenNach Auflösung einer Ehegemeinschaft, die in der Schweiz weniger als drei Jahre bestand, entfällt der nacheheliche Aufenthaltsanspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG unabhängig vom Scheidungsgrund; eheliche Untreue des anderen Ehegatten begründet keinen nachehelichen Härtefall gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG.VGer ZH VB.2024.00092 · 17.04.2024AbgewiesenDer Nachweis einer langjährig geführten Parallelbeziehung – insbesondere durch die Anerkennung von Kindern aus dieser Beziehung – kann im Zusammenspiel mit weiteren Indizien den Verdacht auf eine Scheinehe derart erhärten, dass der Widerruf der gestützt auf die Ehe erlangten Niederlassungsbewilligung nach Art. 63 Abs. 1 lit. a in…VGer BE 100 2021 173 · 19.03.2024AbgewiesenDie Nichtverlängerung einer ausschliesslich auf Ermessensbasis erteilten Aufenthaltsbewilligung ist rechtmässig, wenn der ursprüngliche Aufenthaltszweck weggefallen ist und die Betroffene weder integrationsmässig noch familiär hinreichende Anknüpfungspunkte in der Schweiz aufweist; ein auf eine Scheinehe gestützter Anspruch nach Art. 42…VGer ZH VB.2023.00685 · 19.03.2024AbgewiesenMit der Wiedereinreise eines Schweizer Bürgers in die Schweiz nach vorübergehendem Auslandsaufenthalt beginnt keine neue Nachzugsfrist im Sinn von Art. 47 Abs. 3 lit. a AIG zu laufen, wenn diese bereits vor der Ausreise abgelaufen war. Ein nachträglicher Familiennachzug setzt wichtige familiäre Gründe voraus, die von der…VGer ZH VB.2023.00585 · 29.02.2024Teilweise gutgeheissenEinem rechtskräftig weggewiesenen Asylsuchenden ist eine Kurzaufenthaltsbewilligung zur Ehevorbereitung zu erteilen, wenn im Rahmen der summarischen Prüfung keine klaren und konkreten Indizien für eine Scheinehe vorliegen und mit dem Eheschluss in absehbarer Zeit zu rechnen ist. Fehlen ausländische Strafurteile, die einen Widerrufsgrund…VGer ZH VB.2023.00597 · 25.01.2024AbgewiesenNach Auflösung einer weniger als drei Jahre dauernden Ehegemeinschaft besteht kein Verlängerungsanspruch nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AIG; die Dreijahresfrist gilt absolut und ohne Ausnahme. Auch ein nachehelicher Härtefall nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AIG sowie ein Anspruch aus Art. 8 EMRK sind zu verneinen, wenn die Aufenthaltsdauer kurz…VGer BE 100 2022 346 · 23.09.2022AbgewiesenDie Verweigerung einer Kurzaufenthaltsbewilligung zur Vorbereitung der Eheschliessung ist verhältnismässig, wenn die Interessenabwägung ergibt, dass die Voraussetzungen für eine Aufenthaltsbewilligung nach allfälliger Heirat nicht offensichtlich erfüllt wären; privaten Interessen, die sich nur dadurch verstärkt haben, weil die…Korpusmittel: 26%
Die Leitsätze sind eigene, KI-gestützte Zusammenfassungen der amtlichen Volltexte (Stand 2026-10-11). Massgebend ist allein der Entscheid des Gerichts.