§ 19 Abs. 1 lit. a VRG
21 Entscheide zur Interessenabwägung rufen diese Bestimmung an. Sortiert nach Datum, neuester zuerst.
33%der Beschwerden wurden ganz oder teilweise gutgeheissen
Korpusmittel: 26%
VGer ZH VB.2025.00350 · 13.08.2026AbgewiesenEine kommunale Abstandsvorschrift, die den grossen Grundabstand für die stärker nach Süden gerichtete Gebäudeseite vorsieht, darf teleologisch ausgelegt werden, wenn eine starre Wortlautanwendung dazu führte, den Abstand auf einer offensichtlichen Nebenseite statt auf der Hauptwohnseite zu veranschlagen. Massgebend ist nicht der…BaubewilligungVGer ZH VB.2025.00672 · 23.06.2026Teilweise gutgeheissenEin summarisch begründeter einzelrichterlicher Nichteintretensentscheid wegen offensichtlicher Unzulässigkeit setzt eine klare Sach- und Rechtslage voraus; ist die Legitimation des Rekurrenten nicht offensichtlich ausgeschlossen, darf das Baurekursgericht dieses Verfahren nicht anwenden. Das Vorbringen eines Nachbarn, infolge tiefer…BaubewilligungVGer ZH VB.2024.00675 · 13.05.2026AbgewiesenEine «Spitzenbrecherdrainage» zur Verhinderung eines Rückstaus von Hangwasser bei intensiven Niederschlägen stellt keine permanente Hangwasserspiegelabsenkung dar und ist mit Art. 12 Abs. 3 GSchG vereinbar. Fragen zum Fassungsvermögen eines öffentlichen Fliessgewässers für Hochwasserereignisse sind nicht Gegenstand eines…BaubewilligungVGer ZH VB.2024.00230 · 19.03.2026AbgewiesenDie Aufnahme eines Objekts in ein Inventar des Natur- und Heimatschutzes begründet die Vermutung der Schutzwürdigkeit (§ 203 Abs. 2 PBG); gefährdet ein Bauvorhaben ein solches Inventarobjekt, ist die zuständige Behörde grundsätzlich verpflichtet, vorab einen Schutzentscheid zu treffen. Auf diesen kann nur verzichtet werden, wenn eine…BaubewilligungOrtsplanungsrevisionVGer ZH VB.2025.00029 · 26.02.2026GutgeheissenDas Baurekursgericht darf den Einordnungsentscheid der kommunalen Baubehörde nach § 238 PBG nur aufheben, wenn diese ihren durch die Gemeindeautonomie gewährleisteten Beurteilungs- und Ermessensspielraum überschritten hat; eine bloss abweichende gestalterische Einschätzung des Rekursgerichts genügt dafür nicht. Wenn eine…BaubewilligungVGer ZH VB.2022.00297 · 18.12.2025GutgeheissenAls Zustandsstörer ist der Standortinhaber an den Kosten der Altlastensanierung zu beteiligen, wenn er bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt Kenntnis von der Bodenbelastung hätte haben können. Ein statistisch belegter, erheblich unter dem Marktwert liegender Kaufpreis begründet einen wirtschaftlichen Vorteil, der einen Kostenanteil von…VGer ZH VB.2025.00070 · 11.12.2025AbgewiesenDigitale Werbebildschirme (75 Zoll, wechselnde Fremd- und Eigenwerbung) an einer Gebäudefassade in der Kernzone vermitteln einen Eindruck von Unruhe und Instabilität und genügen den erhöhten Einordnungsanforderungen von § 238 Abs. 2 PBG nicht; die Bewilligungsverweigerung liegt im Beurteilungsspielraum der kommunalen Baubehörde. Wurden…BaubewilligungVGer ZH VB.2024.00326 · 28.08.2025AbgewiesenEine Ausnützungsübertragung erlangt erst mit Erteilung der baurechtlichen Bewilligung für ein Projekt, das auf die Ausnützungsreserven tatsächlich angewiesen ist, öffentlich-rechtliche Wirksamkeit; eine Übertragung auf Vorrat ohne konkretes Bauprojekt auf dem Empfängergrundstück entfaltet keine öffentlich-rechtlichen Wirkungen und kann…BaubewilligungVGer ZH VB.2024.00569 · 14.08.2025AbgewiesenEine Nebenbestimmung zur Verbesserung der Einordnung einer Mobilfunk-Antennenanlage setzt einen konkreten Einordnungsmangel voraus; ein solcher liegt erst vor, wenn die Anlage in störenden Widerspruch zur baulichen Umgebung oder zum Quartiercharakter tritt. In städtischen Gebieten gehören technische Aufbauten wie Mobilfunkantennen zum…BaubewilligungVGer ZH VB.2024.00674 · 06.02.2025GutgeheissenDas Baurekursgericht durfte im Rekursverfahren nicht allein wegen einer fehlenden separaten Vollmachtseinreichung auf den Rekurs nicht eintreten, wenn sich die gültige Vollmacht erkennbar bereits in den Rekursbeilagen befand; im Lichte des Untersuchungsgrundsatzes war die Vorinstanz gehalten, die eingereichten Unterlagen auf das…BaubewilligungVGer ZH VB.2023.00607 · 30.01.2025Teilweise gutgeheissenDer Anspruch der Behörden auf Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands verwirkt grundsätzlich nach 30 Jahren; steht fest, dass ein Bauwerk seit über 30 Jahren besteht und die Eigentümerin in gutem Glauben auf dessen Rechtmässigkeit vertrauen durfte, erübrigt sich die Einleitung eines nachträglichen Baubewilligungsverfahrens. Lässt…BaubewilligungWiederherstellung / RückbauVGer ZH VB.2024.00269 · 09.12.2024AbgewiesenFür die Anwendung eines Korrekturfaktors bei adaptiven Mobilfunkantennen muss das Standortdatenblatt die konkrete Anwendung ausdrücklich und nachvollziehbar darlegen; fehlt diese Angabe, darf der Korrekturfaktor nicht angewendet werden. Die vom METAS empfohlenen Abnahmemessmethoden für 5G-Basisstationen und adaptive Antennen gelten als…BaubewilligungVGer ZH VB.2024.00245 · 04.12.2024AbgewiesenDie Rekurslegitimation einer Mieterin zur Anfechtung einer Baubewilligung entfällt mit der Rechtskraft der Kündigung des Mietverhältnisses während des laufenden Verfahrens. Ein Verfahren, das infolge nachträglichen Wegfalls einer Prozessvoraussetzung gegenstandslos wird, ist abzuschreiben.BaubewilligungVGer ZH VB.2024.00589 · 04.12.2024AbgewiesenFür die Rekurslegitimation im Baurecht ist ein schutzwürdiges, eigenes Interesse erforderlich; allgemeine öffentliche Interessen an der richtigen Rechtsanwendung begründen keine Beschwerdebefugnis und führen zur Abweisung als unzulässige Popularbeschwerde. Nach rechtskräftiger Kündigung des Mietverhältnisses fehlt Mietern die…BaubewilligungVGer ZH VB.2023.00561 · 29.08.2024AbgewiesenEin Feststellungsbeschluss, der nur bereits rechtskräftig festgelegte Rechte und Pflichten wiederholt, hat rein deklaratorische Wirkung und stellt keine anfechtbare Anordnung im Sinne von § 19 Abs. 1 lit. a VRG dar (res iudicata); die blosse Androhung eines Zwangsmittels, das inhaltlich nichts Neues regelt, ist gemäss § 31 Abs. 2 VRG…BaubewilligungVGer ZH VB.2023.00627 · 29.08.2024AbgewiesenDas Rechtsgutachten einer Verfahrenspartei stellt kein neues Beweismittel im Sinne von § 86a lit. b VRG dar, sondern bloss eine neue Rechtsauffassung; mangels Revisionsgrund ist ein Wiedererwägungs- bzw. Revisionsgesuch betreffend eine rechtskräftige Baubewilligung abzuweisen. Zudem fehlt einem früheren Mieter nach Auflösung des…BaubewilligungVGer ZH VB.2024.00372 · 18.07.2024Teilweise gutgeheissenNach Rückweisung durch das Bundesgericht sind die Kosten des Rekursverfahrens hälftig aufzuteilen, weil die Beschwerdeführenden die Tauglichkeit von Alternativstandorten für die Aussenanlage erst mit der Rekurs-Duplik hinreichend substanziierten und damit gestützt auf das Verursacherprinzip (§ 13 Abs. 2 Satz 2 VRG) zur Hälfte der…BaubewilligungVGer ZH VB.2023.00483 · 11.07.2024GutgeheissenProjektänderungen im Lauf des Rechtsmittelverfahrens sind im Baurecht nur zulässig, wenn sie im Verzicht auf klar umschriebene Teile des Projekts bestehen und keine wesentlichen Änderungen an den beibehaltenen Teilen bedingen. Der Verzicht auf einen Technikschrank einer Mobilfunk-Antennenanlage stellt eine zulässige…BaubewilligungVGer ZH VB.2024.00371 · 03.07.2024AbgewiesenWer als unterliegende Partei einen Rekurs erhebt, hat die Kosten des Rekursverfahrens nach dem Unterliegerprinzip zu tragen; ein behaupteter Irrtum über den Charakter der streitigen Abgaben befreit die Partei nicht von der Kostenpflicht, und auch die nachträgliche Zahlung der Abgaben ändert daran nichts.VGer ZH VB.2023.00689 · 11.04.2024AbgewiesenEine legitimationsbegründende enge Raumbeziehung kann nicht allein aus Sichtverbindungen abgeleitet werden, wenn die eigenen Grundstücke mehr als 100 m vom Baugrundstück entfernt liegen. Das öffentliche Interesse an der richtigen materiellen Rechtsanwendung vermag die Beschwerdelegitimation nicht zu ersetzen.BaubewilligungBauen ausserhalb BauzoneWiederherstellung / RückbauVGer ZH VB.2023.00238 · 11.01.2024AbgewiesenDie Teilnahme am Mitwirkungsverfahren nach § 13 StrG verschafft keine legitimationsbegründende Betroffenheit im Einspracheverfahren gegen ein Strassenprojekt; erforderlich ist eine hinreichend intensive persönliche Beeinträchtigung. Weder das Bürgerrecht in einer Standortgemeinde noch eine räumliche Distanz von rund 300–400 m zum…BaubewilligungKorpusmittel: 26%
Die Leitsätze sind eigene, KI-gestützte Zusammenfassungen der amtlichen Volltexte (Stand 2026-10-11). Massgebend ist allein der Entscheid des Gerichts.